Geschichte

🏨 1970er – Eröffnung als Kur- und Kneipp Sanatorium: Das Gebäude wurde ab Mitte der 1970er Jahre errichtet und 1975 eröffnet – als modernes Kur- und Kneipp Sanatorium, gebaut in nur drei Jahren zu Kosten von rund 9,2 Mio DM auf einem 26 400 m² großen Areal. Zu Spitzenzeiten wurden 150 Betten betrieben, von 75 Mitarbeitenden betreut – zur Therapie von Erkrankungen wie Rheuma, Bandscheibenleiden, Übergewicht, Stoffwechsel- und psychischen Störungen.

🏥 Gründung & Aufbau (1957–1959): 1957 begann Dr. W. Bartsch mit der Betreuung von Krebs-Patientinnen in einem Hotel Restaurant in Neukirchen – etwa 15 Plätze standen zur Verfügung. Um die Kapazität zu erhöhen, wurde 1959 im Urbachtal ein Kurheim mit 25 Betten eröffnet. Bereits 1960 erfolgten Erweiterungen auf zunächst 45, dann 120 Betten.

🏊 Ausbau & Blütezeit: Im Laufe der Jahre entstand aus dem Kurheim ein Rehabilitationszentrum mit bis zu 215 Betten, begleitet von Anbauten wie Sporthalle, zwei Schwimmbäder mit Saunen, Park mit eigenem See und Minigolfanlage. In den Jahren 1990/91 wurde ein Ärztehaus ergänzt. Die Klinik unterstützte Forschung in Bereichen wie Tumor- und Immunologie.

💸 Insolvenz & Schließung (2001/2002): Im Dezember 2001 meldete die Klinik Insolvenz an; Anfang 2002 wurde der Betrieb eingestellt und das große Areal (rund 50 000 m²) leergezogen. Etwa 100 Mitarbeitende waren betroffen.

🏚️ Leerstand und Verfall (seit 2002): Das Gebäude blieb über lange Jahre ungenutzt, wurde Ziel von Vandalismus, beherbergte Obdachlose, und wurde zum beliebten „Lost Place". Patientenunterlagen und Röntgenbilder wurden laut Berichten achtlos zurückgelassen – teils frei zugänglich.

Architektur & Besonderheiten

Klinik-Architektur

Die Klinik war fĂĽr ihre Zeit modern und strukturiert.

Erhaltene Einrichtungen

Teilweise noch vorhandene Krankenhausausstattung und medizinische Geräte

Natur-RĂĽckeroberung

Beeindruckende Vegetation, die sich durch Risse und Ă–ffnungen ihren Weg bahnt

Graffiti-Kunst

Kunstvolle Street-Art verleiht den leeren Räumen neue Farbe

Fotogalerie

Sicherheitshinweise

Wichtige Hinweise fĂĽr Besucher

  • Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr
  • Festes Schuhwerk und Schutzkleidung sind erforderlich
  • Vorsicht vor herabfallenden Gebäudeteilen
  • Respektieren Sie das Privateigentum
  • Hinterlassen Sie nichts auĂźer FuĂźspuren